notaveo
Pilotprojekt für Rechtsanwälte und Notare Anmelden
notaveo · Entwürfe aus den eigenen Vorlagen

Diktat rein. Entwurf raus. Jede Stelle, die zu prüfen ist, steht markiert.

Für Notariate und Anwaltskanzleien. Jeder Entwurf aus den eigenen Worten der Kanzlei. Mandantendaten gehören nicht in die Anweisung, und ein Prüfprogramm ohne KI sucht vor jedem Aufruf danach. Dazu zehn Antworten auf die Fragen, die zuerst kommen.

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Sätze der Kaufvertrags-Bibliothek wörtlich aus den Vorlagen der Kanzlei
Die übrigen 27 wörtlich aus Endfassungen, die der Notar bestätigt hat. Maschinell geprüft, Stand 08.10.2026.
rund 10 Min.
vom Diktat zum fertigen Word-Entwurf
Gemessen an Läufen im Oktober 2026, mit Markierungen und Prüfblatt.
0,75 bis 3 €
KI-Kosten je Urkunde, gemessen
Testament 0,75 €, Übergabevertrag mit Endfassung rund 2,50 €, Oktober 2026 im Schnitt rund 3 €.
§ 203 StGB · § 18 BNotO · § 26a BNotO · § 43e BRAODSGVO · Auftragsverarbeitung · StandardvertragsklauselnEU-KI-VerordnungServer in Deutschland

Was die KI sieht. Und was nicht.

Drei Orte, drei Arten von Daten. Mandantendaten gehören in die Kanzlei, nicht in die Anweisung. Ein Prüfprogramm ohne KI sucht vor jedem Aufruf nach Namen mit Anrede, Geburtsdaten, Anschriften, Grundbuch- und Kontodaten und hält die Anweisung an. Weil kein Programm jeden Namen erkennt, ist die Übermittlung zusätzlich vertraglich abgesichert (Frage 02).

In der Kanzlei
alles, was Mandanten betrifft
  • Namen, Geburtsdaten, Anschriften
  • Grundbuch- und Kontodaten
  • die fertige Urkunde mit Falldaten
ohne Mandantendaten
Server in Nürnberg
jede Kanzlei für sich
  • Anweisung ohne Mandantendaten
  • die Bausteinbibliothek der Kanzlei
  • Entwürfe und Prüfblätter
nur Text
KI-Anbieter Anthropic, USA
sieht Text, keine Mandanten
  • Anweisung ohne Mandantendaten
  • Bausteintext, Kanzleinamen nur als Platzhalter
  • kein Training, Löschung nach höchstens 30 Tagen
So sieht ein Entwurf aus

Gelb heißt: hier prüfen. Blau heißt: Kanzlei-Standard, ergänzt.

Ein Übergabevertrag, erfundene Angaben. Nichts ist still ergänzt, nichts still weggelassen. Jede Abweichung von den eigenen Bausteinen steht sichtbar im Text.

Zum Entwurf gehört ein Prüfblatt: die Punkte, die im Diktat offen geblieben sind, zum Abhaken oder Ergänzen. Und das Prüfsiegel nennt, welche Prüfungen gelaufen sind und welches Modell gearbeitet hat.

Die Endfassung lässt sich zurückmelden, bevor echte Daten eingetragen sind; ein Prüfprogramm durchsucht sie vorher. So lernt die Bibliothek, welche Formulierung die Kanzlei wirklich verwendet, und der nächste Entwurf kommt ihr noch näher.

Entwurf · Übergabevertrag · erfundene Angaben

§ 3 Übergabe, Besitzübergang

Der Übergeber übergibt den Grundbesitz an die Erwerberin. Die Übergabe gilt mit dem heutigen Tag als erfolgt.

Von diesem Tag an gehen Nutzungen und Lasten, Gefahr und Haftung auf die Erwerberin über.

§ 4 Rückforderung

Die Rückforderung ist ausgeschlossen, wenn die Erwerberin den Grundbesitz mit Zustimmung des Übergebers veräußert.

Gelb: nicht aus den Bausteinen der Kanzlei, zu prüfen.
Blau: Kanzlei-Standard, nicht diktiert.
Für Anwaltskanzleien: Erprobt ist notaveo bisher mit notariellen Urkunden. Für Anwaltskanzleien mit eigenen Vertragsmustern gern im Gespräch.

Zehn Fragen vor dem Start

Kurz beantwortet. Weitere Fragen zum Datenschutz beantwortet der Betreiber auch ohne Konto: Mail genügt.

01§ 203 StGB · § 18 BNotO

Welche Mandantendaten erreichen die KI?

Keine, wenn die Anweisung so gestellt wird, wie notaveo sie verlangt: ohne Namen, Geburtsdaten, Anschriften, Grundbuch- und Kontodaten. Die Falldaten kommen erst in Word hinein, wenn der Entwurf fertig ist. Ein Prüfprogramm ohne KI durchsucht jede Anweisung vor dem Aufruf nach solchen Angaben und hält sie an; weiter geht es nur, wenn ein Mensch bestätigt, dass keine echten Daten enthalten sind, und das wird protokolliert. Das Programm erkennt Muster, nicht jeden Namen. Namen aus der Kanzlei, die in den eigenen Bausteinen stehen, etwa von Notaren und Mitarbeitenden, und die Kanzleianschrift gehen nur als Platzhalter an die KI und werden danach zurückgetauscht. Gemessen am 09.10.2026: 312 Kanzleinamen in den Bibliotheken, keiner davon im ausgehenden Text, mit zwei unabhängigen Gegenproben. Jedes Prüfsiegel zeigt diese Zählung.

02Art. 28 DSGVO · Standardvertragsklauseln

Was passiert mit den Vorlagen der Kanzlei, und ist das DSGVO-konform?

Aus den Vorlagen entsteht eine Bibliothek aus Bausteinen, Wort für Wort der eigene Text. Sie gehört der Kanzlei, außer ihr sieht sie nur der Betreiber, und sie lässt sich jederzeit vollständig exportieren. KI-Anbieter ist Anthropic in den USA; er darf nach seinen Geschäftsbedingungen nichts davon zum Training verwenden. Die Kanzlei schließt mit dem Betreiber einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Anthropic arbeitet als Unterauftragsverarbeiter auf Grundlage seines Auftragsverarbeitungsvertrags mit den EU-Standardvertragsklauseln, denn Anthropic ist nicht unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert. Diese Absicherung greift auch dann, wenn trotz aller Vorkehrungen ein Personenbezug entsteht. Beim Anbieter werden die Daten nach höchstens 30 Tagen gelöscht.

03Vier Sicherungen

Erfindet die KI etwas, und würde man es merken?

Erstens ein Prüfprogramm ohne KI, das jede Anweisung vor dem KI-Aufruf prüft. Zweitens darf die KI nur aus den Bausteinen der Kanzlei formulieren; wo keiner passt, steht der Satz gelb, und blau ist der Kanzlei-Standard, der nicht diktiert wurde. Drittens liest eine zweite KI den Entwurf blind gegen die Anweisung. Viertens prüft wieder ein Programm, dass jede Markierung im Word ankommt. Was zu prüfen ist, steht auf einen Blick fest.

04Diktat, rund zehn Minuten später Word

Wie viel Arbeit macht das?

Die Anweisung wird diktiert oder getippt, ohne Namen und Falldaten; die kommen zum Schluss in Word. Rund zehn Minuten später liegt der Entwurf als Word-Datei mit Markierungen und Prüfblatt vor. Das Einlesen der Vorlagen übernimmt der Betreiber; welche Formulierung bei welcher Konstellation gilt, entscheidet die Kanzlei mit einem Klick unter „Regeln“. Nichts zu installieren, kein neues Gerät.

05§ 26a BNotO · § 43e BRAO

Wer beim Betreiber hat Zugriff, und ist er zur Verschwiegenheit verpflichtet?

Zugriff hat nur der Betreiber, Rainer Philipp (Denkhandwerk). Bevor die erste Vorlage eingelesen wird, verpflichtet er sich schriftlich zur Verschwiegenheit, gegenüber Notariaten nach § 26a BNotO, gegenüber Anwaltskanzleien nach § 43e BRAO. Jede Einsicht über die Oberfläche von notaveo wird protokolliert und ist für die Kanzlei sichtbar. Als Verwalter des Servers kann er technisch auch direkt auf die Daten zugreifen; dieser Zugang ist nur zur Wartung und Fehlersuche erlaubt und im Vertrag geregelt, ein Protokoll dafür wird eingerichtet.

06Vorlagen mit echten Namen

Unsere Vorlagen sind alte Urkunden mit echten Namen. Was passiert damit?

Das Einlesen übernimmt der Betreiber. Bevor eine KI den Text sieht, ersetzt ein Programm auf seinem Rechner Namen und Falldaten früherer Beteiligter durch Platzhalter; was das Programm nicht sicher erkennt, prüft er anhand einer Restliste von Hand. Blanko-Muster ohne Falldaten brauchen das nicht. Die Dateien, aus denen die Bibliothek entsteht, löscht der Betreiber auf Wunsch der Kanzlei jederzeit, spätestens bei Vertragsende. Auch die Endfassung wird zurückgemeldet, bevor echte Daten eingetragen sind; dasselbe Prüfprogramm durchsucht sie und speichert nichts, wenn es Personendaten findet.

07Server · Ausstieg

Was ist, wenn das Projekt endet?

Der Server steht bei Hetzner in Nürnberg, jede Kanzlei ist getrennt, jeder Zugang lässt sich mit Zwei-Faktor-Anmeldung schützen, und es gibt eine tägliche verschlüsselte Sicherung. Bibliothek, Entwürfe und Prüfblätter lassen sich jederzeit exportieren. Wer den Betrieb im eigenen Haus will, kann notaveo auf einem eigenen Server laufen lassen.

08Pilotprojekt

Was kostet es?

notaveo ist ein Pilotprojekt; die Konditionen werden im Gespräch vereinbart. Die Kosten beim KI-Anbieter liegen gemessen zwischen 0,75 € und rund 3 € je Urkunde, Entwurf und Endfassung zusammen.

09Kein Hochrisiko-System

Muss die Kanzlei wegen der EU-KI-Verordnung (AI Act) etwas tun?

notaveo trifft keine Entscheidung über Menschen; geprüft, geändert und beurkundet wird wie bisher durch den Notar. Nach vorläufiger Einordnung ist es kein Hochrisiko-System im Sinne der KI-Verordnung. Die Pflichten der Kanzlei: wissen, was das Werkzeug tut (Art. 4, KI-Kompetenz), und nichts Ungeprüftes herausgeben. Jede Pilotkanzlei erhält eine Systemdokumentation nach dem Muster der KI-Verordnung: welche Daten wohin gehen, welches Modell arbeitet, welche Prüfungen laufen.

10Wie bei jedem Entwurf

Wer haftet, wenn ein Fehler durchrutscht? Und bei einer Datenpanne?

Für den Entwurf der Notar, wie bei jedem Entwurf, den eine Mitarbeiterin vorbereitet. notaveo ändert daran nichts; es macht die Prüfung leichter, weil alles, was nicht aus den eigenen Bausteinen stammt, markiert ist und nichts still ergänzt oder weggelassen wird. Für eine Datenpanne beim Betreiber regelt der Vertrag die Meldung an die Kanzlei, unverzüglich und spätestens nach 24 Stunden, und die Haftung.

Pilotkanzlei werden

notaveo nimmt Notariate und Anwaltskanzleien in den Pilot auf. Aufwand für die Kanzlei: ein Gespräch, die eigenen Vorlagen, danach Rückmeldungen zu den Entwürfen. Die Konditionen werden im Gespräch vereinbart.

Wer dahintersteht

Betreiber
Denkhandwerk, Lüneburg

Inhaber Rainer Philipp. Entwickelt notaveo und liest die Vorlagen der Kanzleien ein.

Fachliche Begleitung
Björn Schröder

Rechtsanwalt und Notar. Prüft Bausteine und Entwürfe aus Sicht der Praxis.

Server
Hetzner, Nürnberg

Jede Kanzlei getrennt, tägliche verschlüsselte Sicherung.

Pilotkanzlei werden

notaveo nimmt Notariate und Anwaltskanzleien in den Pilot auf. Aufwand für die Kanzlei: ein Gespräch, die eigenen Vorlagen, danach Rückmeldungen zu den Entwürfen. Die Konditionen werden im Gespräch vereinbart.